Ausrüstung


Der 1. Ausbildungsdienst 2012 findet am 26. Januar 2012 um 19:00 Uhr statt.

Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2012

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Zusatzausrüstung
Schlauchkunde

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Jeder Feuerwehrmann schützt sich mit seiner persönlichen Schutzausrüstung (PSA) vor den äußeren Gefahren jeder Einsatzstelle. In jedem Einsatz trägt er daher den Grundschutz. Dazu gehören:

 

Feuerwehrschutzanzug

Der Schutzanzug ist aus einem feuerhemmenden Material gefertigt und bietet Schutz vor Hitzestrahlung und Flammeinwirkung. Er ist mit Reflektionsstreifen und fluoreszierenden Streifen versehen.

Schutzanzüge bestehen aus Schutzhose und Schutzjacke. Jedoch werden auch Anzüge, bei denen nur die Jacke eine Schutzfunktion erfüllt, getragen. Bei einem Einsatz dieser Variante muss unter die Schutzhose noch eine normale Hose angezogen werden, da die Haut sonst Verbrennungen oder Verbrühungen erleiden könnte.

Laut Norm müssen in Deutschland sowohl Hose als auch Jacke im Brandeinsatz einen Wärmeschutz von 40 kW/m² aufweisen. Bei sehr hohen Temperaturen wird zusätzlich ein Hitzeschutzanzug getragen.

Bei einem Einsatz mit ABC-Stoffen muss, je nach Gefahrlage, ein spezieller Schutzanzug getragen werden. Den höchsten Schutz vor solchen Stoffen bieten Vollschutzanzüge.

 

Feuerwehrhelm

Ein herkömmlicher Feuerwehrhelm besteht aus Aluminium, Duroplast, Thermoplast, Kevlar (AFK) oder GFK. Er ist mit einem Nackenschutz (aus Leder oder Aramidfaserstoff) versehen. Zusätzlich kann ein Visier zum Schutz vor Splittern oder gegen Wärmestrahlung montiert werden. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb auch bei jedem Einsatz zu tragen.

Die meisten Feuerwehrschutzhelme sind nachleuchtend und mit reflektierenden Streifen versehen. Am Helm kann noch zusätzlich eine Helmlampe befestigt werden, um die Hände beim Arbeiten frei zu haben. Auch für Funkgeräte gibt es Garnituren, die am Helm montiert werden können.

 

 

Feuerwehrschutzhandschuhe

Hier unterscheidet man folgendermaßen:

Brandbekämpfungshandschuhe:

Diese bestehen aus einem feuerfesten Material und sind häufig mit Leuchtstreifen versehen.

Lederhandschuhe:

Diese weisen eine höhere Schnittfestigkeit auf und werden vor allem zu Hilfeleistungseinsätzen und Übungen getragen.

Beide Handschuhsorten weisen Vor- und Nachteile sowohl während des Übungsdienstes, als auch bei Einsätzen unterschiedlicher Art auf. Handschuhe aus feuerfestem Material sind ihrem Sitz wesentlich komfortabler, da es sie in vielerlei Größen und mit festen Verschlussbändern gibt. Desweiteren schützen sie sehr gut vor extremen Temperaturen, was auch im Winter sehr hilfreich ist. Ein großer Nachteil dieser Handschuhe ist die Tatsache, dass sie relativ leicht verschleißen und nur schwer zu trocknen sind. Vor allem im Brandeinsatz kann ein nasser feuerfester Handschuh fatale Folgen haben, da es hier zu starken Verbrühungen der Hände kommen kann. Aus diesem Grund tragen Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren oftmals zwei Paar feuerfeste Handschuhe bei sich: Ein Paar zum Arbeiten und ein Paar zur Brandbekämpfung. Ebenfalls zum Nachteil gereicht den Feuerwehrmännern die Dicke der feuerfesten Handschuhe beim Arbeiten mit technischem Gerät, da die Handschuhe dadurch recht klobig sind.

 

Feuerwehrstiefel

Hier handelt es sich um Stiefel (aus Leder) mit besonders starkem Profil, welche mit Stahlkappen und einer Öl resistenten, durchtritt- und rutschsicheren Sohle versehen sind. Sie  müssen sie mindestens einen elektrischen Widerstand von 1.000 Ohm aufweisen. Feuerwehrschutzschuhwerk muss der DIN EN ISO 20345 bzw. der DIN EN 15090 entsprechen.

In der Chemiewehr werden unter anderem auch chemikalienbeständige Kunststoffstiefel getragen, welche ebenfalls mit Stahlkappen und einer durchtrittsicheren Sohle versehen sind.

Es gibt sowohl Schlupf-, als auch Schnürstiefel im Feuerwehrdienst, letztere werden mit einem Reissverschluss geschlossen. Die Feuerwehrstiefel sollen die Feuerwehrmänner vor Brandeinwirkung, Ausrutschen, Umknicken, Nässe und herabstürzenden Teilen schützen und sind ebenfalls bei jedem Einsatz zu tragen. Neben Stiefeln, die nur die Grundanforderungen erfüllen, statten viele Hersteller ihre teureren Stiefel mit Membranen aus, die einen besseren Nässeschutz gewährleisten und die Stiefel atmungsaktiv machen sollen. Einige hochwertige Stiefel verfügen auch über Kevlar-Einlagen, die einen begrenzten Schnittschutz gegen Motorsägen bieten.

Die Schutzhose wird über den Stiefeln getragen, so dass von oben nichts in die Stiefel hinein fallen kann.