Für jeden Feuerwehrmann ist eine gute Ausbildung
lebenswichtig. Die Feuerwehren müssen einerseits effektiv und professionell
arbeiten, andererseits darf der Selbstschutz nicht zu kurz kommen. Aus
diesem Grund müssen Lehrgänge, Übungen und Dienste von den Feuerwehrleuten
besucht werden. Zum grössten Teil erfolgt diese Ausbildung in der eigenen
Feuerwehr. Die weiterführenden Aus- und Weiterbildungen werden aber bei Stützpunktwehren
oder in den so genannten Feuerwehrschulen durchgeführt.
Die Grundausbildung für jeden Feuerwehrmann nennt sich Truppmann Teil I.
Diese richtet sich nach den entsprechenden Feuerwehrdienstvorschriften. Ausserdem
muss eine körperliche und geistige Eignung vorhanden sein.
Die Art der Einsätze ist mit der Zeit wesentlich
komplizierter geworden, deshalb werden immer mehr Spezialisten benötigt. Aus
diesem Grund bilden sich in manchen Feuerwehren Schwerpunkte heraus, wie zum
Beispiel im Strahlenschutz oder im Chemiebereich. Diese Feuerwehren können
andere mit Fachleuten unterstützen.
In Niedersachsen kann der aktive Dienst schon mit 16 Jahren beginnen. Die
Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger (Innenangriff) jedoch, darf
grundsätzlich erst mit 18 Jahren begonnen werden. Da der Dienst körperlich
sehr viel abverlangt, gibt es auch bei Freiwilligen ein bestimmtes Höchstalter.
Meist endet er mit dem Erreichen des 60. oder 65. Lebensjahres.
Der Übungsbetrieb ist nicht immer leicht durchzuführen. Die Übungssituationen
sollten möglichst realistisch sein. Leider findet man nicht so leicht Übungsobjekte,
die man so einfach anzünden oder Fahrzeuge, die man einfach zerschneiden kann.
Noch schwieriger wird es, wenn es um Menschenrettung geht. So bleibt jede Übung
nur ein Trockentraining, das den Feuerwehrleuten in Fleisch und Blut übergehen
muss, um im Ernstfall richtig entscheiden zu können. Nur in sehr wenigen Fällen
können sogenannte Heißübungen durchgeführt werden. Diese sind jedoch sehr
wichtig um das Feuerwehrpersonal an den Umgang mit dem Feuer zu gewöhnen.
Da auch sehr viel theoretisches und rechtliches Wissen abverlangt wird, finden
zusätzlich zu den zahlreichen praktischen Übungen auch Unterrichtseinheiten
statt.
Meistenteils werden auch Feuerwehrleistungswettbewerbe durchgeführt. Dabei
ist zwischen Leistungsabzeichen, die sich an den Dienstvorschriften zur
Abarbeitung eines Löscheinsatzes oder Technischer Hilfeleistung anlehnen und
eher sportlich orientierten Wettkämpfen zu unterscheiden. in diesem Bereich
finden sogar Weltmeisterschaften statt.