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Der Feuerwehrschlauch ist wohl der wichtigste Ausrüstungsgegenstand der
Feuerwehr. Er hat die Aufgabe das Löschmittel (Wasser oder
Wasser-Schaum-Gemische) über Wegstrecken zu befördern. In Deutschland
hat sich die Knaggenkupplung (Storz-Kupplung) durchgesetzt. Es gibt 2 Arten von
Schläuchen:
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Druckschläuche |
Diese haben die Aufgabe der Wasserweiterleitung. Sie werden hauptsächlich
bei der Brandbekämpfung verwendet, da bei Verwendung mit den entsprechend
kombinierten Strahlrohren Löschmittel abgegeben werden kann. Sie bestehen aus
schwer brennbaren Stoffen (Polyester). Im Allgemeinen haben sie eine flexible
Form und lassen sich, wenn sie nicht unter Druck stehen, zusammenfalten.
Dieses hat den Vorteil, dass die Schläuche sich platzsparend transportieren
lassen. Der Betriebsdruck liegt üblicherweise zwischen 5 und 10 bar. Der
Prüfdruck liegt jedoch bei A- und D-Schläuchen bei 8 bar und 12 bar bei B-
und C-Schläuchen. Der Zerplatzdruck beträgt 25 bar, das bedeutet, dass neue
Schläuche 24 bar aushalten müssen, ohne dabei zu zerplatzen. Im Allgemeinen
platzen diese Schläuche aber erst bei einem Druck von 50 - 60 bar.
Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Grössen bei den Schläuchen.
| Grösse |
Durchmesser in mm |
genormte Längen in m |
Durchflussmenge mit entsprechendem DIN-Mehrzweckstrahlrohr
in Litern pro Minute
bei 5 bar am Strahlrohr (Faustformel) |
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A
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110
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B
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75
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5, 20 oder 35 (Verwendung nur auf Drehleitern)
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400 bis 800 l/min (mit oder ohne Mundstück)
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C
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42 und 52
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15 oder 30 (Verwendung nur bei
Schnellangriffseinrichtungen)
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100 bis 200 l/min (mit oder ohne Mundstück)
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D
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25 |
5 oder 15 |
25 bis 50 l/min (mit oder ohne Mundstück) |
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F
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150
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HD
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28
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15
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- Es sind auch andere Schlauchlängen möglich, die dann jedoch nicht
genormt und meistens sehr ungebräuchlich sind.
Druckschläuche der Grösse A werden überwiegend bei hochspezialisierten
Werksfeuerwehren grosser Chemiebetriebe für sehr grosse Förderleistungen
eingesetzt. Bei öffentlichen Feuerwehren kommen A-Druckschläuche kaum zum
Einsatz.
Die Schläuche werden üblicherweise doppelt zusammengelegt,
dann gerollt und ggf. mit einem Gurt zusammengehalten. So sind jeweils beide
Kupplungen an der Außenseite des gerollten Schlauches, was das Ausrollen des
Schlauches wesentlich erleichtert. Können die Schläuche immer relativ leicht
ausgerollt werden, so ist das Zusammenrollen am Ende eines Einsatzes eine
leidige und zeitraubende Arbeit.
Früher wurden die Druckschläuche aus Naturfasern wie Hanf oder Flachs
hergestellt, und zwar durch nahtloses Weben. Die Dichtheit des Gewebes wurde
durch das Aufquellen der nassen Fasern erreicht. Die Naturfasern hatten jedoch
nur eine begrenzte Haltbarkeit, da sie zum Beispiel schimmeln konnten, und nach
Gebrauch immer sofort im Schlauchturm getrocknet werden mussten. Desweiteren
waren sie nach jedem Einsatz stocksteif und konnten erst nach dem Trocknen
wieder normal gerollt werden. Später wurden die Schläuche innen und aussen mit
Teer abgedichtet. Das hatte den Nachteil, dass die Schläuche verkleben konnten
Erst durch den Einsatz von synthetischem Kautschuk gelang es, dies zu vermeiden.
Die heutigen modernen Schläuche sind aus strapazierfähigerem Polyester gewebt,
welches seine Dichtigkeit durch eine zusätzliche innere Gummierung erhält.
Bei den Druckschläuchen wird folgendermassen unterschieden:
 | Druckschlauch-HD:
Das sind Hochdruckschläuche die einen Druck bis 40 bar
aushalten. Sie sind meist als formbeständig ausgeführt auf einer
Schnellangriffsvorrichtung aufgerollt. Zusätzlich werden faltbare
noch faltbare Schläuche mit 15 Metern Länge mitgeführt. Hochdruckschläuche
werden benötigt, wenn die sogenannten Hochdruckpumpen zum Einsatz kommen.
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 | Druckschlauch-S: |
Das ist ein formbeständiger Druckschlauch in den Durchmessern
19, 25 und 33 mm. Speziell für Schnellangriffseinrichtungen auf
Feuerwehrfahrzeugen. Er ist auf einer speziellen und fest montierten Haspel
aufgewickelt, die fest mit der Pumpe des Fahrzeuges verbunden ist. Durch
die Formbeständigkeit kann auch durch den noch aufgerollten Schlauch Wasser
gefördert werden.
 | Druckschlauch-W: |
Das ist ebenso wie der Druckschlauch-S ein formbeständiger
Druckschlauch, jedoch wird er bei Wandhydranten verwendet und ist etwas
leichter und weniger strapazierfähig.
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Saugschläuche |

Diese sind im Gegensatz zu Druckschläuchen formstabil, damit sie sich
nicht durch den beim Saugvorgang auftretenden Unterdruck zusammenziehen. Sie
werden als Saugleitung an den Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe
angeschlossen und zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern mit einem Saugkorb
abgeschlossen.
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